......werden
wir oft gefragt.
Das
arabische Wort Riad bedeutet eigentlich
"Garten mit Bäumen" und bezeichnet in Marokko ein traditionelles
städtisches Wohnhaus mit begrüntem Innenhof.
Ein Dar dagegen ist ein Stadthaus ohne
Garten.
Einige Riads gehen bis auf das 15. Jahrhundert zurück. Wer daher
eine Unterkunft in einem Riad bucht, fragt besser genau nach, bzw. schaut
genau die bebilderte Vorstellung des Riads an, denn inzwischen nennt
man fast jedes Gästehaus in Marokko gerne werbewirksam einen Riad.
Der Riad La Maison Nomade in Marrakech ist ein
alter, traditioneller Riad mit vier Orangenbäumen im Patio.
Mehr als zehn Zimmer sind es nie und meist haben ihre europäischen
Besitzer - meistens Franzosen, Belgier, Kanadier, Spanier, Italiener,
Engländer - sie mit viel Liebe im traditionellen Stil mit edlen
Webteppichen, Antiquitäten, orientalischen Lampen und Mosaiken
dekoriert.
Eine Kombination von maurischem Stil und modernen Elementen besitzt
dabei besonderen Charme. Dabei ist es gar nicht so leicht, die alte
Lehmziegelarchitektur mit neuen Stromkabeln und sanitären Anlagen
nach westlichem Standard auszustatten. Die Lehmziegel halten nicht nur
den Lärm der Gassen ab, sie sorgen im Sommer für Kühle
und im Winter für Wärme.
Marokkos Riads werden separat klassifiziert, während die "herkömmlichen"
Hotels des Landes in Kategorien von einem bis fünf Sternen eingeteilt
werden.
Bausünden wie an der spanischen Coste del Sol halten sich in Marokkos
Resorts erfreulicherweise in Grenzen.
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Riad La Maison Nomade im Urzustand 2002, vor dem Umbau
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