Der Südwesten von Marokko

Noch ziemlich unentdeckt sind die endlosen Strände und Küstenlandschaften im Südwesten von Marokko von Agadir über Tizinit, Guelmin, TanTan, Laayoune bis Dakhla in der Westsahara.

Im Südwesten von Marokko – ein Reiseführer

In den Souks von Tiznit gibt es echten und schönen Silberschmuck mit uralten Berbermotiven  und in Tarfaya wandelt man auf den Spuren von Saint-Exupérs “Kleinem Prinzen” und der Souss-Massa-Nationalpark lässt bei Naturliebhabern und Vogelbeobachtern die Herzen höher schlagen.

Die Hauptorte Laayoune und Dakhla, 520 km voneinander entfernt sind Verwaltungsstädte, die vorallem den dort lebenden Saharaui-Nomaden Arbeit und Brot geben sollen.

Rundreise durch den Südwesten von Marokko 

Tiznit – Marokko – Tourismus – Souks der Silberschmiede

Mirleft, südlich von Tiznit eine Rundreise mit dem Hotel La Maison Nomade MarrakeschTiznit, eine alte Festungsstadt umgeben mit einer eindrucksvollen Lehmmauer erwartet Sie am Markttag – immer donnerstags – mit einem interessanten Angebot von filigranem Silberschmuck jüdischer Tradition. Das Minarett der großen Moschee erinnert in seiner Bauweise an die Bauweise von Timbuktu.

16 km nordwestlich liegt der wilde Surferstrand Aglou Plage mit Cafés und charmanten Gästehäusern. Fahren Sie eine schöne Panoramastraße weiter südlich bis nach Mirleft, ein neuer Hotspot das bei Künstlern und Aussteigern wegen seines milden Klimas sehr beliebt ist.

 

 

Guelmim – Sahara

Das einstige Tor zur Sahara war früher eine wichtige Karawanenstraße und war ein Treffpunkt der mit Indigo gefärbten Gandoras und Djellabas der “Blauen Männer” die in Scharen in diese Stadt strömten um dort ihre Dromedare zu verkaufen.
Abends dann führten die Frauen der Saharau`is dann zu ekstatischen Trommelwirbeln die Guedra vor, ein erotischer Knietanz.
Leider kann man heute nur noch selten authentische Guedras erleben.

Zwischen Tan-Tan und Tarfaya

Eine Fahrt durch die steinige leere Hammada-Wüste von Guelmin nach Tan-Tan lässt schon Sahara-Feeling aufkommen. Besuchen Sie Tan-Tan im September, denn da findet das große Moussem statt und ist deshalb einen Aufenthalt wert.
Tan-Tan-Plage bei El Ouatia ist ein gutes Revier für Surfer.

Um nach Tarfaya zu kommen, fahren Sie die 235 km lange, gut ausgebaute Straße vorbei an langen, einsamen Sandstränden. Nach Marrakesch beträgt die Entfernung 770 km.

Tarfaya ist die ehemalige Luftpoststation Cap Juby. Hier schrieb Antoine de Saint-Exupéry 1927 seinen Roman “Südkurier” und entwarf die Geschichte des “Kleinen Prinzen”. Ein Museum und ein Denkmal in Form eines Doppeldeckers erinnern an den berühmten Piloten und Schriftsteller.

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Seit Dezember 2015 besteht wieder eine Fährverbindung vom Hafen Tarfaya nach Puerto del Rosario auf Fuerteventura, welche dem Süden von Marokko neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen soll. Dauer der Überfahrt ca. 4 Stunden.

 

 

Souss-Massa-Nationalpark – Königreich Marokko

waldrapp-im-souss-massa-nationalparkSüdlich der Mündung des Oued Massa in den Atlantik erstreckt sich auf 70 km Länge ein spektakuläres Naturschutzgebiet – der Souss-Massa-Nationalpark.
Viele seltene Vogelarten wie Fischadler, Pelikane, Flamingos, Waldrappen und Ibise können Sie hier an den Flußufern und Steilhängen bewundern.
Durch den Nationalpark streifen Schakale, Wildkatzen, Gazellen, Antilopen und afrikanische Strauße.

Am herrlichen Dünenstrand lockt ein geradezu luxuriöses Gästehaus.

 

Westsahara

Bis 1975 war das Gebiet von Tah – südlich von Tarfaya – bis zur maurentanischen Grenze eine spanische Kolonie. Den Nordteil nahm Marokko mit dem sog. “Grünen Marsch” vom 6. November 1975 mit 350 000 begeisterten Marokkanern de facto in Besitz.
Nach dem Rückzug Mauretaniens im Jahr 1979 okkupierte Marokko auch diesen Südteil des West-Sahara-Gebietes.

Der Kampf der Polisario, einer Befreiungsbewegung der hier ansässigen und überwiegend in Richtung Algerien geflohenen 120 000 Saharau`is blieb vergeblich. Mittlerweile hat Marokko vielen Saharau´is die Möglichkeit gegeben sich wieder anzusiedeln und sie werden unterstützt mit Arbeitsplätzen, verbilligten Lebensmitteln, besseren Löhnen und Ausbildungsplätzen für die Kinder.

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Dakhla, ganz im Süden an einer Lagune gelegen, entwickelte sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem Überwinterungsort der Wohnmobilisten aus Gesamt-Europa.

Ausserdem ist die Region um Dakhla ein ideales Surferrevier.